7. Implantatbehandlung

Die Zahnimplantatbehandlung zählt zu den Schwerpunkten der Kölner Zahnarztpraxis. Ihr Zahnarzt Dr. Mathias Sommer kann auf diesem Gebiet auf mehr als 20 Jahre Erfahrung zurückgreifen und hat sich mehrfach für diesen Bereich qualifiziert [Tätigkeitsschwerpunkt „Implantologie“ (BDIZ), Spezialist für Implantologie (DGZI), Master of Science Implantologie]. Ferner ist Dr. Sommer als Gutachter, Fachreferent und Lehrender tätig sowie Mitglied in den namhaften Fachgesellschaften.

Die Zahnimplantationen werden unter Berücksichtigung der neuesten Standards von Wissenschaft und Technik durchgeführt. Von der dreidimensionalen Diagnostik in unserem hauseigenen 3D-Zentrum über schonende chirurgische Eingriffe bis hin zur Nachsorge sind Sie bei uns in den besten Händen!

Die Praxis WDR-Arkaden bietet Ihnen bei umfangreichen oralchirurgischen Eingriffen (z. B. Implantationen mit Knochenaufbau) auch eine Behandlung in Sedierung (Dämmerschlaf) an, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen. Gerne erläutern wir Ihnen persönlich die einzelnen Optionen von der lokalen Betäubung bis hin zur Vollnarkose.

Gemeinsam begeben wir uns auf den spannenden Weg, Sie mit einem ästhetisch und funktional optimal gestalteten Zahnersatz zu versorgen, der Ihnen ein unbeschwertes und strahlendes Lächeln auf Ihre Lippen zaubert!

7.1 Diagnostik und Planung

Unser hochmodernes Kölner Praxiskonzept umfasst unter anderem diagnostische Untersuchungen in unserem eigenen 3D-Zentrum [12]. Es dient sowohl überweisenden Kollegen als auch unserem Praxis-Team zur 3-dimensionalen Kieferdiagnostik und optimalen Implantatplanung.

7. Implantatbehandlung
DVT-Diagnostik [©coldwaterman, fotolia.com]
Die 3D-Bildgebung mit Hilfe des Digitalen Volumentomographen (DVT) ermöglicht uns eine exakte Darstellung der knöchernen Gesichtsstrukturen sowie der damit verbundenen anatomischen Elemente: Darstellung der Nervenbahnen, des Kieferknochenvolumens, des Zahnfachs (Alveole) und der Kieferhöhle.

Mit dieser hochauflösenden und zugleich strahlungsarmen Technik können wir kleinste Details des Implantatbereiches darstellen und analysieren. Risiken der Implantation können somit auf das geringste Maß reduziert und die Vorhersagbarkeit des Resultates entsprechend gesteigert werden.

360 Einzelbilder werden in wenigen Sekunden während der DVT-Aufnahme erstellt und können von uns dank der modernen Software ausgewertet werden. Der dreidimensionale Blick auf das Implantationsareal liefert darüber hinaus Informationen zur Positionierung des Implantats, zum geeigneten Implantattyp (Länge, Breite, Oberflächenbeschaffenheit, Form) und der Auswahl des Abutments, das die künstliche Zahnwurzel mit dem späteren Zahnersatz (Suprakonstruktion) verbinden wird.

Anhand dieser besonderen Röntgentechnik lassen sich Simulationen der Implantation am Computerbildschirm nachvollziehen. Außerdem ermöglicht die Datenauswertung eine schablonengeführte Operation, welche die präzise Platzierung der Implantate in den Kieferknochen maßgeblich unterstützt.

7. Implantatbehandlung
Bohrschablone [©DenDor, fotolia.com]

7.2 Einsetzen der Implantate mit und ohne Kieferaufbau

Das folgende Bild zeigt eine Zahnimplantation ohne Knochenaufbau.

7. Implantatbehandlung
1. Implantation, 2. Einheilung, 3. Freilegung und Verbindung mit Abutment, 4. Zahnersatz (Suprakonstruktion) [©pongpongching, fotolia.com]
Vorausgesetzt das Knochenvolumen ist ausreichend, die dreidimensionale Planung ist abgeschlossen und der geeignete Implantattyp ist ausgewählt, dann erfolgt der implantatchirurgische Eingriff in unserer Zahnarztpraxis unter OP-Bedingungen und in der Regel mit einer lokalen Betäubung des Implantationsareals.

Das Zahnfleisch wird minimalinvasiv (gewebeschonend) eröffnet, der Implantatkanal gebohrt und das ausgewählte Implantat passgenau platziert. Die Wunde wird anschließend vernäht und eine Einheilphase bei gedeckter Implantateinheilung von vier bis sechs Monaten abgewartet.

Anschließend wird das Zahnfleisch wieder chirurgisch eröffnet, das Implantat freigelegt und ein Zahnfleischformer eingesetzt. Nach Abdrucknahme werden das Abutment und der Zahnersatz hergestellt. Diese werden nach einer kurzen Phase mit einem Provisorium fest mit der künstlichen Wurzel verbunden.

Ist ein Knochenaufbau notwendig, so kann dieser mit körpereigenem Knochen oder Knochenersatzmaterial vorgenommen werden. – Manchmal zeitgleich mit der eigentlichen Implantation, in einigen Fällen auch vorher mit eigener Einheilphase des Knochens.

7.3 Heilungszeit

Die Heilungszeit spielt bei verschiedenen Schritten der Implantatbehandlung eine Rolle:

Wie unser Zahnärzte-Team in Köln Ihnen erläutern wird, treten kurze Heilphasen zum Beispiel nach einer Zahnextraktion auf, etwa wenn keine Sofortversorgung geplant ist.

Sollte das Knochenvolumen nicht ausreichend sein, führt Ihr Zahnarzt zunächst einen Knochenaufbau durch. Auch hier wird abgewartet, bis das Knochenmaterial sich sicher mit dem ortsständigen Knochen verwachsen hat. Erst dann findet die Zahnimplantation statt.

Nach einer Implantation wiederum wird ebenfalls eine Einheilzeit abgewartet, denn die künstliche Wurzel muss fest mit dem Kieferknochen verwachsen, bevor sie mit der prothetischen Lösung verbunden wird und belastet werden kann. (Geschlossene Einheilung des Implantats). Ausnahmen sind Sofortimplantationen mit Sofortversorgungen und -belastung.

Zusätzliche Heilungsphasen können auftreten, wenn die Situation des Weichgewebes rund um das Implantationsareal nicht zufrieden stellend ist. Dies kann Verpflanzungen von Bindegewebstransplantaten notwendig machen, die ebenso eine eigene Einheilzeit in Anspruch nehmen.

7.4 Prothetische Versorgungsmöglichkeiten

Zahnimplantate haben sich in den letzten 40 bis 50 Jahren als verlässliches Therapiemittel bei Zahnverlust bewährt. Sie können einzelne Zahnlücken, zum Beispiel nach einem Unfall oder nach der Extraktion eines nicht-erhaltungswürdigen Zahns, aber auch mehrere Zähne bis hin zum zahnlosen Kiefer ersetzen. Nachfolgend gehen wir auf verschiedene implantatgetragene prothetische Lösungen ein.

7.4.1 Einzelzahn

Ein Einzelzahnverlust nach einem Unfall oder nach endodontischer Revision und Wurzelspitzenresektion ohne Abklingen der Entzündung kann hervorragend durch eine implantatgetragene Vollkeramikkrone ersetzt werden. (Siehe auch Kapitel 7.4.5.) Dr. Sommer beschreibt im Dental Magazin [13] einen besonderen Fall eines anatomisch geformten Implantates, das Zahnärzte bei Vorliegen unregelmäßiger Knochenstruktur am Implantationsort und defektem Zahnfach verwenden können.

7. Implantatbehandlung
Implantatgetragener Zahnersatz (Einzelzahn) [©Bilderzwerg,fotolia.com]
Grundsätzlich kann Ihr Kölner Zahnarzt aus einem großen Pool verschiedenster Implantattypen namhafter Hersteller wählen und so eine passende Lösung für Ihren speziellen Befund finden.

Im speziellen Patientenfall [13] wurde nach Extraktion eines nicht- erhaltungswürdigen Zahns eine DVT-Diagnostik mit dreidimensionaler Implantationsplanung durchgeführt. Acht Wochen nach der Extraktion des Frontzahns wurde der Knochendefekt mit Eigenknochen, Knochenersatzmaterial und einer Biomembran versehen. Eine Einheilzeit von vier Monaten folgte. Mittels eines Zahnfleischformers wurde das Weichgewebe rund um das freigelegte Implantat (OsseoSpeed TX Profile) angepasst.

Nach Abdrucknahme wurde das Abutment (Verbindungsstück zwischen der künstlichen Zahnwurzel und der Zahnkrone) per CAD/CAM-Verfahren hergestellt. Auf dem Abutment wurde eine Vollkeramikkrone befestigt. Nach einem Monat passte sich das umgebende Zahnfleisch ideal an den neuen Zahn an und die dreieckigen Zahnfleischpapillen formten sich aus.

7.4.2 Feste Brücken

Warum sollte man statt einer konventionellen Brückenlösung eine implantatgetragene wählen? Ihr Zahnarzt beantwortet diese Frage im Buch „Gesundheit und Wellness in Köln“ [14]: „Sie (die Implantate) eignen sich einerseits hervorragend als Fundament eines Zahnersatzes, verhindern andererseits den Knochenabbau, da der Kiefer in diesem Bereich physiologisch wie bei eigenen Zähnen belastet wird. Gleichzeitig werden die gesunden Nachbarzähne geschont, da sie nicht wie beim Einsetzen einer herkömmlichen Brücke abgeschliffen werden müssen. Unterm Strich, so fasst Dr. Sommer zusammen, komme das Implantat dem natürlichen Zahn am nächsten – ein Argument, das im Mund- und Gesichtsbereich von größter Bedeutung ist!“

7. Implantatbehandlung
Festsitzende Brücke auf zwei Implantaten [©Alexandr Mitiuc, fotolia.com]

7.4.3 Pfeilervermehrung bei festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz

Herkömmliche Teleskopprothesen funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Das Innenteleskop auf dem Pfeilerzahn greift in das Außenteleskop der Teilprothese. Eine sehr gute zahntechnische Lösung. Der Patient ist mit einem herausnehmbaren Zahnersatz versorgt, der sich optisch und funktional bestens an sein natürliches Gebiss anpasst.

Was passiert jedoch, wenn ein Pfeilerzahn erkrankt und trotz endodontischer Behandlung sowie Wurzelspitzenresektion in unserer Kölner Zahnarztpraxis nicht erhalten werden kann?

Hier kann eine implantatgetragene Lösung einen stabilen Ersatz bieten. Nach schonender Extraktion (siehe Kapitel 7.4.5) wird ein Implantat eingesetzt, das später mit entsprechender Innenteleskoplösung den Platz des erkrankten Zahns einnimmt. Auf diese Weise bleibt die Teleskopprothese erhalten.

Aus partiellen Lösungen können natürlich mit der Zeit auch Vollprothesen werden. Dann gilt es, die tragenden Pfeiler wie bei Kapitel 7.4.4 nach exakter dreidimensionaler Planung zu platzieren, um der Vollprothese sicheren Halt zu bieten.

7. Implantatbehandlung
Zwei Freiendsituationen im Unter- und Oberkiefer, jeweils 3 Implantate zur Befestigung des künftigen Zahnersatzes [©Sandor Kacso, fotolia.com]

7.4.4 Implantatbehandlung beim zahnlosen Kiefer

„Wenn Zähne verloren gehen und diese ersetzt werden müssen, sind die mittels computergestützter und dreidimensionaler Planung eingesetzten Implantate die wohl präziseste und risikoärmste Methode zurück zu einem festen Biss sowie zu einem schönen Lächeln.“ [15] Gerade beim zahnlosen Kiefer ist die Problematik bei konventionellen gaumengetragenen Prothesen gegeben, dass nach fortschreitendem Knochenabbau die Prothese immer wieder unterfüttert werden muss, schmerzhafte Druckstellen entstehen sowie Kaukomfort und Ästhetik zu wünschen übrig lassen.

7. Implantatbehandlung
Stabilisierung einer Vollprothese im Unterkiefer mit 6 Implantaten [©Vlad Kochelaevskiy, fotolia.com]
Unterkieferprothesen wie im obigen Bild können beispielsweise auf sechs Einzelimplantaten hervorragend stabilisiert werden. Wackelige Vollprothesen sind Geschichte und Sie können wieder unbeschwert lachen!

7.4.5 Sofortversorgung von Implantaten mit festen Zähnen

Eine Sofortversorgung von Implantaten steht zum Beispiel im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion im Frontzahnbereich, bei der eine Sofortimplantation nach Entfernen des nicht erhaltungswürdigen Zahns erfolgt. Eine nicht ganz einfache Angelegenheit, die von einem erfahrenen Implantologen durchgeführt werden sollte und nur bei Vorliegen gewisser Voraussetzungen überhaupt ausgeführt werden kann.

Wenn man ein langzeitstabiles, sowohl ästhetisches als auch funktional akzeptables Ergebnis in einem solchen Fall erzielen möchte, so sollte ein ausreichendes Knochenvolumen, eine intakte Alveole (Zahnfach) nach Extraktion, ein idealer Zahnfleischsaum (Struktur und Form) rund um das Implantat, eine intakte Weichgewebslammelle zur Wangenseite des Implantationsareals sowie die dreidimensional exakte Implantationspositionierung gegeben sein. Ferner müssen Entzündungen des Zahnfleisches oder Zahnhalteapparates oder Kariesläsionen vorher behandelt werden und auskuriert sein.

Zahnverluste im Frontzahnbereich durch Unfall oder Zahnerkrankung sind aus ästhetischer Sicht sehr problematisch. Eine schnelle Versorgung der Zahnlücke ist unabdingbar. Der neue Zahn muss sich optimal in Form und Farbe an seine Nachbarn anpassen und auch die Rot-Weiß-Optik muss angeglichen werden.

Wichtige Parameter bei der Implantationsplanung sind hier:

  • optimale dreidimensional geplante Implantatposition
  • ausreichendes Knochenvolumen
  • idealer Biotyp des Weichgewebes (ausreichend keratinisiert), Ausbildung der dreieckigen Zahnfleischpapille zwischen den Zahnhälsen, optimaler Zahnfleischsaum
  • Zustand der Nachbarzähne, Anpassung des neuen Zahns in Form und Farbe
  • Schonung des Hart- und Weichgewebes
  • Erhalt des Zahnfachs für das Implantat
  • Auswahl eines geeigneten Implantattyps

Bei der Extraktion des Frontzahns gehen wir besonders behutsam vor – mit besonders schonenden Verfahren und unter Erhalt des Zahnfachs. Dann führen wir die vorausgeplante dreidimensionale Implantierung der künstlichen Zahnwurzel durch. Ein passender Implantattyp wurde vorher von Ihrem behandelnden Zahnarzt ausgewählt.

Die nach der Bohrung des Implantatkanals gewonnenen Knochenspäne können bei Bedarf gemeinsam mit Knochenersatzmaterial (KEM) zur Stabilisierung des Zahnfachs mit in den Bohrkanal eingebracht werden. Wenn die Primärstabilität des Implantats gewährleistet ist, wird es mit einer provisorischen Kompositkrone versorgt. Die Sofortbelastung eines frisch gesetzten Implantats ist nur in wenigen Fällen sinnvoll. Dazu beraten unsere Kölner Zahnärzte Sie individuell.

Die endgültige Versorgung mit einer Vollkeramikkrone ist unter der Vorgabe zu leisten, dass sie sich optimal und so natürlich wie möglich in die Zahnreihe eingliedert. Zum einen müssen Form und Farbe der Krone stimmen, zum anderen muss sich eine stabile Weichgewebsmanschette rund um das Zahnimplantat gebildet haben. Nach einer etwa achtwöchigen Einheilungszeit sind der Zahnfleischsaum und die dreieckigen Papillen stabil ausgeformt. Die implantatgetragene Vollkeramikkrone fügt sich unauffällig in die Zahnreihe ein und bildet eine langzeitstabile prothetische Versorgung. [16]

[Gesamt:4    Durchschnitt: 5/5]